Präambel – Satzung

Auch in Deutschland hat der soziale, politische und kulturelle Wandel moderner Gesellschaften eine umfangreiche Diskussion über die Bedeutung einer gesunden Lebensführung angestoßen. Sie bildet einen notwendigen Reflex auf die vielfältigen Herausforderungen, vor die sich die heutige Gesellschaft gestellt sieht:

Sämtliche Entwicklungen zeigen letztlich die Gefährdungslage der Gesundheit und die Notwendigkeit von Prävention im Verkehr, aber auch ganz allgemein von Gesundheitsförderung in Bezug auf Radfahren in der modernen Gesellschaft an.

Sportliche Aktivitäten im Rahmen einer gesunden Lebensführung sind nötig, und zwar in mehrfacher Hinsicht: Sie sind nötig, um dem Einzelnen Kompetenzen zur Bewältigung der alltäglichen Lebensanforderungen an die Hand zu geben, und sie sind nötig, um hierüber einen Beitrag zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Lebensgrundlagen unserer Gesellschaft zu leisten.

Mit spezifischen Angeboten zum Thema Radfahren leistet der Verein einen Beitrag zur Förderung der Lebensqualität und der Leistungsfähigkeit der Menschen. Mit seinen Angeboten für viele Menschen leistet er einen wichtigen Beitrag zu einer fachlich fundierten Begleitung des Radfahrens als zweckbezogene Alltagsaktivität, aber auch des organisierten und nichtorganisierten Radsports.

Darüber hinaus bietet Radfahren die Möglichkeit, Menschen zu verbinden.

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Satzung

 1 Name und Sitz; Geschäftsjahr

Der Verein führt den Namen:

 Aktionsgemeinschaft Radfahren in Paderborn und OWL e. V.

Der Sitz ist Paderborn.

Der Verein ist in das Vereinsregister einzutragen. Mit der Eintragung erhält der Name den Zusatz: eingetragener Verein (e. V.).

Das Geschäftsjahr endet zum 31. Oktober eines jeden Jahres.

 

2 Zweck und Aufgaben des Vereins ist

-          die Verkehrssicherheit, insbesondere die Unfallverhütung unter anderem durch Prävention

-          die Jugend und die Erwachsenenbildung

-          die Unterstützung des öffentlichen Gesundheitswesens und der Gesundheitserhaltung

-          die Reinhaltung von Luft und Wasser, dem Naturschutz

-          die Förderung der Sportart Radfahren

-          der Verbraucherberatung

-          die Förderung von Radfahren als Menschen verbindende Aktivität

-          Aufklärung der Bevölkerung über den Nutzen des Radfahrens

 

Der Zweck wird dadurch verwirklicht, den Fahrradverkehr, der Fahrradsicherheit und die Belange der muskelkraftbetriebenen Verkehrmittelsnutzern zu fördern und zu vertreten.

Seine Aufgaben sind insbesondere:

-          die Entwicklung und Unterstützung von Konzepten und Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Erhöhung des Fahrradanteils am Gesamtverkehr

-          die Zusammenarbeit und Informationsaustausch mit Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen, die sich dem Umwelt- und Naturschutz, der Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit, der Verbesserung städtischer Lebensbedingungen, der Jugendarbeit, der Erziehung und Bildung, sowie der Gesundheit widmen

-          die Veranlassung und Durchführung von Seminaren und Lehrgängen

-          die Sammlung und Auswertung von Praxiserfahrungen

-          die Herausgabe von Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit

-          die Beratung für Fahrradbenutzer in Anliegen des Fahrradverkehrs

-          die Durchführung von Radveranstaltungen mit Breitenwirkung;

 

3 Neutralität; Gemeinnützigkeit

Der Verein ist parteipolitisch neutral.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts  Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung. Er ist selbstlos tätig. Er erstrebt keinen Gewinn und verwendet die ihm zur Verfügung stehenden Mittel ausschließlich zu satzungsgemäßen Zwecken.

Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Niemand wird durch Ausgaben, die dem Zwecke des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt.

 

4 Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft steht allen natürlichen und juristischen Personen offen, die bereit sind, den Vereinszweck zu fördern.

 Die Mitgliedschaft bedarf eines schriftlichen Aufnahmeantrages und der Zahlung eines Mitgliedsbeitrages. Die Mitgliedsaufnahme bedarf der Zustimmung des Vorstands des Vereins.

Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.

Der Austritt eines Mitgliedes ist zum Ende eines Geschäftsjahres möglich. Er ist schriftlich dem Vorstand gegenüber zu erklären. Dabei ist eine Frist von 3 Monaten vor Ablauf des jeweiligen Geschäftsjahres einzuhalten.

a) Mitglieder können durch den Vorstand bei grobem Verstoß gegen die Satzung oder aus sonstigen schwerwiegenden Gründen, bei denen die Interessen oder das Ansehen des Vereins geschädigt wurden, sowie wegen Beitragsrückstandes nach zweimaliger, erfolgloser Mahnung ausgeschlossen werden.

b) Das ausgeschlossene Mitglied kann innerhalb eines Monats nach Empfang des Beschlusses schriftlich Einspruch einlegen. Bis zur Entscheidung ruhen die Rechte aus der Mitgliedschaft.

Die Mitgliedschaft ist beitragspflichtig.

 

5 Rechte der Mitglieder

Alle natürlichen Personen haben als Mitglieder das aktive Stimmrecht, wenn sie das 12. Lebensjahr vollendet haben.

Juristische Personen haben Anspruch auf Sitz und Stimme für je einen Vertreter in der Mitgliederversammlung. Der Vertreter hat das aktive Stimmrecht.

Über Ausnahmen entscheidet die Mitgliederversammlung.

Jedes Vereinsmitglied hat Anspruch auf Ersatz der Aufwendungen, die ihm durch seine Tätigkeit für den Verein entstanden sind, soweit es hierzu vom Vorstand beauftragt worden ist. Hierzu gehören insbesondere Reise- und Fahrtkosten, Porti, Telefonkosten.

Der Anspruch kann nur innerhalb von 12 Monaten nach seinem Entstehen geltend gemacht werden. Soweit steuerliche Pauschal- oder Höchstbeträge bestehen, ist der Ersatz auf deren Höhe begrenzt. Der Vorstand kann Pauschalen festlegen.

 

6 Loyalität und Verhalten

Die Mitglieder haben sich loyal gegenüber dem Verein und den Tätigkeiten der Mitglieder zu verhalten. Vereinsinterne Dinge dürfen nicht nach außen getragen werden.

Jedes Mitglied hat sich der Würde des Menschen entsprechend zu verhalten. Verstöße wie Äußerungen beleidigender und verleumderischer Art, falsche Verdächtigungen oder die ein negatives Bild von dem Verein entstehen lassen könnten, kann nach Prüfung durch den Vorstand den sofortigen Vereinsausschluss und den damit verbundenen Untersagungen zur Folge haben. 

 

7 Organe des Vereins

 Organe des Vereins sind

-          die Mitgliederversammlung

-          der Vorstand

-          der Beirat

 

8 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung muss mindestens einmal jährlich vom Vorstand mit einer Einladungsfrist von mindestens zwei Wochen einberufen werden. Die Einladung soll (bei Satzungsänderung: muss) den vorgesehenen Gegenstand der Beschlussfassung enthalten. Die Mitgliederversammlung wird schriftlich einberufen.

Der Vorstand hat aufgrund schriftlichen Verlangens von 20 Prozent der Mitglieder innerhalb eines Monats eine Mitgliederversammlung einzuberufen.

Anträge an die Mitgliederversammlung sollen mindestens eine Woche vor dem Termin der Mitgliederversammlung dem/der Gemeinschaftssprecher vorliegen.

Die Mitgliederversammlung beschließt über Satzungsänderungen und wählt die Mitglieder des Vorstandes.

Die Mitgliederversammlung wählt mindestens zwei Rechnungsprüfer/innen, die keine Vorstandsämter oder andere für finanzielle oder administrative Entscheidungen verantwortliche Funktionen im Verein bekleiden dürfen, für die Dauer von zwei Jahren. In der jeweils ersten Mitgliederversammlung des Jahres ist von den Rechnungsprüfern über ihre Prüfungsfeststellung zu berichten und die Entlastung des Vorstandes vorzuschlagen.

Entschieden wird mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Stimmengleichheit gilt als Ablehnung.

Für satzungsändernde Beschlüsse ist eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich.

Über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die von dem/der Versammlungsleiter/in und von dem/der Protokollführer/in zu unterschreiben ist.

Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen wurde.

 

9 Vorstand

Der Vorstand besteht aus

-          der/dem Gemeinschaftssprecher/in

-          der/dem Gemeinschaftssprecher/in Vertreter/in

-          dem/der Schatzmeister/in

Die Tätigkeit des Vorstandes ist ehrenamtlich , wobei eine angemessene Erstattung der Aufwendungen möglich ist.

Ihm obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins und die Ausfährung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

Der Vorstand kann sich für die Führung der Geschäfte eines Geschäftsführers bedienen, der Mitglied des Vorstands sein kann. Eine Personalunion ist zulässig.

Der Vorstand ist berechtigt, zur Besorgung einzelner ihm übertragener Geschäfte eine/einen Gehilfin/Gehilfen entgeltlich in Anspruch zu nehmen.

Vorstandsmitglieder haften dem Verein gegenüber nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Die/der Gemeinschaftssprecher/in vertreten jeweils mit einem weiteren Vorstandsmitglied den Verein.

Der/die Schatzmeister/in legt der Mitgliederversammlung den Kassenbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr vor, berichtet über das laufende Geschäftsjahr.

Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der/des Vorstandssprecher den Ausschlag.

Der Vorstand kann Fachreferenten/innen für bestimmte Gebiete wählen. Personalunion ist zulässig. Die Fachreferenten nehmen mit einfacher Stimme an der Vorstandssitzung teil.

Eine Kumulierung von Stimmrechten auf eine Person ist ausgeschlossen.

Die Mitglieder des Vorstandes können vor Ablauf ihrer Amtszeit durch eine Mitgliederversammlung abgewählt werden, wenn gleichzeitig ein/e andere/r Kandidat/in für dieses Amt gewählt wird (konstruktives Mißtrauensvotum).

Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtsperiode aus, so wählt die Mitgliederversammlung für die verbleibende Amtszeit eine Nachfolgerin / einen Nachfolger.

 

10 Beirat

Der Vorstand kann zur Unterstützung seiner Arbeit einen Beirat bestellen.

Der Beirat wird anlassbezogen und befristet beauftragt. Die Mitglieder des Beirats können ausschließlich natürlichen Personen sein. Die Mitgliedschaft in dem Verein ist keine Bedingung für eine Tätigkeit im Beirat. Beiratsmitglieder sind aufgrund ihrer Beiratsmitgliedschaft nicht stimmberechtigt.

 

11 Auflösung des Vereins

Im Falle der Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vereinsvermögen fällt zu gleichen Teilen dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (Bundesverband) und der Verbraucherzentrale Paderborn zur unmittelbaren und ausschließlichen Verwendung für gemeinnützige Zwecke zu.